The Kinderhauser “Choo Choo train”

Am Samstagabend traf sich die 3. Mannschaft aus Münsters Norden bei der 2. Emsdettener Mannschaft, um den Kinderhauser „Choo Choo Train“ ans Laufen zu bringen.

Die Zugabteile waren nicht ganz voll, aber ausreichend gefüllt mit acht Spielern – Marcel schaffte es leider nicht mehr, nachdem er sich fahrlässigerweise auf das Automobil anstatt eines Zugs verlassen hatte, und so den Stau von hinten und keine Dampfwolken von vorne beobachten musste. Die verhältnismäßig späte Anreise mit wenig Vorlauf, um den Kessel anzuheizen, erklärt die ersten zwei bis drei unsicheren Minuten des Spiels, danach kam der Zug aber zunehmend ins Rollen. Spätestens mit dem fulminanten Dunking zur Hälfte des ersten Viertels durch Zugführer Rolf gab es keinen Zweifel mehr daran, dass Kinderhaus nicht nach Emsdetten gereist war, nur um herauszufinden, dass sich neben der Basketballhalle auch ein Schwimmbad befindet. Das relativ junge Zugmodell aus Emsdetten fand gerade defensiv zwischenzeitig wenig Antworten auf die beiden zunehmend geschmierter laufenden Center Janis und Maxim, die eine ganze Reihe von Rebounds – offensiv wie defensiv – einsammeln konnten, und den ein oder anderen Punkt im zweiten oder dritten Versuch erzielen konnten.  Die Blocking-Maschine lief mit der Zeit ebenfalls so langsam heiß (Maxim und Paul), auch wenn nicht jede Aktion ganz sauber war. Die Fahrkartenkontrolleure des heutigen Spiels fanden insgesamt sehr wenig zu beanstanden, so dass die Reise sich ohne viele Zwischenhalte sehr flüssig gestaltete. Einmal mehr fand Kai, der heutige Topscorer, immer wieder die richtigen Weichen um Punkte zu erzielen – gerne vom 3 Punkte Perimeter – aber auch Alexander traf in der zweiten Halbzeit zwei Dreier hintereinander. Insgesamt war die ganze Fahrt von vielen Dreipunkt-Versuchen geprägt und vor allem auf Seite des Emsdettener Modells fand sich eine beeindruckend gute Quote durch alle Waggons hinweg, die in fast der Hälfte aller erzielten Punkte ihrer Mannschaft resultierte. Hier muss die Dampflok aus Münsters Norden unbedingt für die Zukunft eine bessere defensive Antwort finden, da viele der Würfe nicht ausreichend „contested“ waren.

Die Kinderhauser konnten ein starkes drittes Viertel mit viel Kampf aufbieten, das sie dann auch klar gewinnen konnten (zwischenzeitige Führung mit 20 Punkten), doch man merkte insbesondere im letzten Viertel der Reise, dass für die nächsten Abstecher besser ein paar Kohlen mehr eingepackt werden sollten, damit am Ende nicht nur die Pfeifen der Kontrolleure erklingen, sondern auch das Ablassventil des Dampfkessels laut und deutlich zu vernehmen bleibt. Emsdetten konnte sich aufgrund der Kinderhauser Unkonzentriertheit und konditionellen Schwächeperiode zwischenzeitig wieder auf 10 Punkte herankämpfen und so musste die Kinderhauser Lok schnaufen und prusten, um am Ende den Sieg doch noch verdient nach Hause fahren zu können, was sie vor der Fahrt so nicht erwartet hatte. Zwei weitere Heizer unserer Lok sollen nicht unerwähnt bleiben – Tobi und Philipp – die beide dafür gesorgt haben, dass der Druck im Kessel hoch genug blieb und der „Choo Choo Train“ Emsdetten erfolgreich wieder verlassen konnte.

Bericht: Paul Muhle

Kategorien: Spielbericht

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